Reaktionen auf Rückzug

Hier veröffentliche ich anonymisiert und nur mit Einverständnis der Verfasser einige Reaktionen auf meinen Rückzug aus dem DSB:

Zur Kritik an dieser Veröffentlichung:

Ich kann nachvollziehen, dass der ein oder andere verstört darüber ist, dass diese E-Mails von mir veröffentlicht werden.

Worum geht es mir also? Der Punkt ist doch, dass so viele Menschen Herbert für einen netten und engagierten Funktionär halten. Das ging mir ja auch lange so. Arbeitet man aber plötzlich lange und intensiv mit ihm zusammen muss man eben feststellen, dass sein Führungsstil "streng am Organigramm orientiert ist" (Zitat Langer). Das mag manchmal nützlich sein, ist aber schlicht nicht zeitgemäß. Und Spitzenfunktionäre sind eben keine Rekruten und können dann auch nicht so geführt werden. Wenn dann einer nach dem anderen mit ähnlichen Begründungen von Bord geht, wird das wohl nicht nur daran liegen, dass sie alle Fehler machen und nur einer nicht, oder!?

Desweiteren ist es doch interessant zu sehen, dass saarländische Funktionäre die selben Einschätzungen schon vor Jahren hatten.

 

Ich habe dennoch die zweite Rückmeldung streng gekürzt, um meinen Kritikern entgegenzukommen.

Sehr geehrter Herr Woltmann, "herzlichen Glückwunsch" zu Ihrem Rückzug aus der DSB-Führung. Dem was Sie schreiben, ist
eigentlich nichts hinzuzufügen. Genau so habe ich Herbert über Jahre im Saarl. Schachverband erlebt. Fantasieprojekte anschieben, nichts
delegieren, nichts zu Ende bringen und Kritiker als illoyal bezeichnen.
Ich hoffe, es kommen bald wieder bessere Zeiten in denen Sie dann vielleicht auch wieder Sinn sehen, auf DSB-Ebene tätig zu werden. Beste
Grüße aus dem Saarland!

Sehr geehrter Herr Woltmann,

ich möchte Ihnen meinen vollen Respekt für Ihre Entscheidung und meinen Dank aussprechen, zu den klaren Worten, die Sie zu Herbert Bastian gefunden haben. ... Zunächst empfand ich Herbert in den Jugend-Trainingslagern als eine angenehme Person und unterstützte ihn sogar in seinem Bestreben Präsident des saarländischen Schachverbandes zu werden (ich habe damals leider für ihn gestimmt).
Anfängliche Begeisterung für Herbert Bastian schlug jedoch schnell ins Gegenteil um und wie mir ging es vielen Weggefährten. Mein Eindruck ist der folgende: (...)

Bezeichnenderweise hat er zu Beginn seiner  Funktionärskarriere von den großen Gefahren und dem Untergang des Schachsports gesprochen, wenn
Iljumschinow Fide Präsident würde, bzw. später dann, bliebe …
Irgendwann gab es dann im Saarland das Problem, dass man keine Leute mehr fand für die Vorstandsarbeit, weilkaum jemand bereit war, mit
Herbert zusammen zu arbeiten. Mehrere Ämter blieben über lange Zeit unbesetzt. (...)
Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und bedenken Sie, dass auch mit einem Herbert Bastian, der weiter an seinem Denkmal arbeitet, das Leben weiter geht :o)

Mit freundlichen Grüßen

Jeder, der ihn etwas näher kennt, weiß doch dass er sich nicht zwischen autoritärem Machtgehabe und gleichgültigem Laissez-Faire entscheiden kann
bzw. dass zwischen den beiden Polen bei ihm wenig kommt.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Michael Woltmann