Schach im Caféhaus

Schach im Café de la Régence (Wikimedia Commons)

21.09.2012 Heute kommt Schach nach Hause!

Diese Überschrift ist möglicherweise übertrieben, wenn man die jahrhunderte alte Tradition des königlichen Spiels betrachtet. Nachdem jedoch Schach im 19. Jahrhundert den Weg aus den Schlössern und Burgen zum intellektuellen Mittelstand geschafft hatte, fand es überwiegend in Kaffeehäusern statt. Die berühmtesten waren das Café de la Régence in Paris, das Café Central in Wien oder das Simpson´s in the Strand in London. Und genau dort beginnt heute die neue Grand Prix Serie, die eine von mehreren Gelegenheiten ist, sich für das Kandidatenturnier 2014 zu qualifizieren. Der Sieger des Kandidatenturnieres erhält das Recht auf einen Titelkampf.

Die FIDE hat quasi alles was mit Weltmeisterschaften zu tun hat für die nächsten 10 Jahre an die Firma AGON verkauft, deren Chef Andrew Paulson viel Wert auf die Präsentation des Spiels legt. Auch deswegen bemüht er sich, diese Turniere in Metropolen zu veranstalten, und nicht nur rund um das schwarze Meer, wie in den letzten Jahren. Ob es gelingen wird?

Das Simpson´s ist heute übrigens ein Gourmet Restaurant. Wenn Sie also mal in London sind und Hunger haben...Schauen Sie hier.

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© Michael Woltmann